Seit dem Jahr 2008 wird besonders engagierten Ehrenamtlern in der Gemeinde die Reichshofer Ehrenmedaille verliehen.
Hier die Rede von Herrn Bürgermeister Rüdiger Gennies zur Verleihung der Medaille am 15. Dezember 2010 im Rahmen der Sitzung des Gemeinderates:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Ehrengäste,
Tue Gutes- und Rede darüber.
Unter diesem Motto steht der heutige sehr erfreuliche Anlass,
die Auszeichnung, von besonders engagierten, ehrenamtlich tägigen Bürgerinnen und Bürgern in unserer Gemeinde.
„Tue Gutes“, das haben Sie getan, sehr verehrte Frau Luise Flitsch, und Sie meine lieben Vertreterinnen und Vertreter der Tanzgarden der KG Rot-Weiß Denklingen mit Frau Monika Anders für die „Burgmäuse“ mit Frau Claudia Burbach für die „Pänz von der Burg“ und mit Herrn Holger Köckerling für die „Burggarde“ und den Tanzgarden der KG Tolle Elf Wildberg, mit Frau Sarah Schmidt, Frau Pia Rademacher und Herrn Helmut Gundlach für die MiniGarde, dieTeenieGarde und die Große Garde.
Und „rede darüber“ das ist meine Aufgabe, die ich heute sehr gerne wahrnehme.
Bevor ich ihre besonderen ehrenamtlichen Leistungen würdige, gestatten Sie mir bitte einige allgemeine Ausführungen zur Bedeutung des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft und unsere Gemeinde.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
für Ihr Wirken für andere und für das Allgemeinwohl danke ich Ihnen sehr geehrte Ehrengäste und allen anderen ehrenamtlich Tätigen in unserer Gemeinde sehr herzlich.
Ich finde es großartig, was Sie ehrenamtlich für uns alle leisten, und mir liegt viel daran, dieses sehr positive bürgerschaftliche Engagement entsprechend zu würdigen.
Heutzutage ist kaum ein Bereich des öffentlichen Lebens ohne ehrenamtlich Tätige mehr denkbar, sei es das Soziale oder der Sport, die Kultur, der Umweltschutz, die Gefahrenabwehr, die Hilfeleistung oder auch die Politik. Die Freiwilligenarbeit ist so vielgestaltig, wie das Leben selbst. Und es engagieren sich Menschen jeden Alters, jeder Schicht und jeden Ausbildungsganges. Die Bereitschaft, für die Allgemeinheit zu wirken, zieht sich, durch alle Altergruppen und mehr als ein Drittel aller Deutschen über 14 Jahren engagieren sich im Ehrenamt. Die Freiwilligen wenden Woche für Woche etliche Stunden auf, Zeit, die eigentlich freie Zeit wäre, um etwas für andere zu tun oder für Projekte, die ihnen wichtig sind. Sie spenden ihre Zeit und ihre Energie, ihr Wissen und ihre Fantasie sowie manchmal auch ihr Geld, um etwas in ihrem Umfeld zu verbessern oder zu verändern.
Warum tun Sie das?
Die Motive oder die Auslöser für bürgerschaftliches Engagement sind wahrscheinlich so unterschiedlich wie die ehrenamtlich Tätigen selbst. Doch für zumindest recht viele scheint zu gelten, dass sie etwas bewegen oder etwas bewirken wollen. Sie möchten etwas Sinnvolles tun. Und es gibt Ihnen ein gutes Gefühl gebraucht zu werden.
Und gebraucht werden sie, und das was sie tun, kommt an. Die Engagierten haben aber auch selbst etwas von ihrem Einsatz.
Viele freiwillig Tätige betonen, dass sie neue Kontakte knüpfen, oder es ihnen Spaß macht, mit Gleichgesinnten für eine gute Sache zu wirken. Sie erleben, dass sie tatsächlich etwas erreichen, und werden für das, was sie tun, sehr geschätzt.
Menschen, die zum Geben bereit sind, sehen nicht nur ihr Ich, sondern haben ein „Wir“ im Blickfeld.
Sie empfinden Verantwortung für ihr Umfeld, sie fühlen mit anderen, sie betrachten sich, beziehungsweise alle Menschen als Teil einer Gemeinschaft.
Und eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft, eine Gemeinde, ja das gesamte Staatswesen kann nur gut funktionieren, wenn alle ihren Teil dazu beitragen.
Die Gesellschaft, der Staat- das sind wir alle und nicht nur ein paar gewählte Vertreter oder herausragende Persönlichkeiten, die einem in Presse, Funk, Internet und Fernsehen begegnen. Der Staat kann nicht alles leisten oder stemmen, eine Bürgergesellschaft, wie wir sie haben und wollen, setzt voraus, dass die Bürgerinnen und Bürger für allgemeine Zwecke eintreten. Vor Ort weiß man am besten, was getan werden muss. Dort spielt das aktive Leben im Kontakt mit der örtlichen Gemeinschaft, mit der Nachbarschaft, sowie den Freunden und Bekannten. Soziale Netze bestehen nicht nur aus staatlichen Leistungen, die natürlich wichtig sind, das ich will ich gar nicht in Abrede stellen, und auf die die Menschen auch einen Anspruch haben. Aber soziale Netze bestehen besonders auch aus den zwischenmenschlichen Kontakten. Es geht nicht nur darum, einem Bedürftigen sein Geld auszuzahlen, es geht auch darum, ihm ein paar freundliche, aufmunternde Worte zu sagen und ihm persönliche Zuwendung und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.
Menschen, die sich engagieren, wie Sie es tun, liebe ehrenamtlich Tätige, machen das Leben in unserer lebenswerten Gemeinde Reichshof heller und bunter.
Sie geben menschliche Wärme, bereiten den Menschen Spaß und Freude und sie sorgen auch für soziale Balance.
Menschen wie Sie, liebe freiwillig Tätige, stärken das Vertrauen in die Gemeinschaft, in der wir leben. Sie geben ein sehr positives Beispiel ab, dem es sich lohnt nachzufolgen. Und zwar für alle: für die Gesellschaft, für diejenigen, denen das Engagement gilt und für diejenigen, die sich engagieren.
Die heutige Ehrung ist nicht nur der Danksagung gewidmet, sondern dient auch dazu, für ehrenamtliches Wirken zu werben.
Bürgerengagement, meine Damen und Herren, ist ein Pfeiler in unserer Gesellschaft, er stützt, erhält und stärkt unser Gemeinwesen, unsere Gemeinde Reichshof. Heute wird über Ihr Wirken geredet und berichtet, liebe ehrenamtlich Tätige. Und die Worte, die gleich von Ihrem aktiven Handeln berichten, sie zeigen, dass
Eigentlich jeder etwas tun kann, und dass es die interessantesten Möglichkeiten gibt sich einzubringen.
Unserer Bevölkerung rufe ich zu: Engagieren Sie sich für unser Gemeinwesen. Wenden Sie sich z.B.: an die Standortlotsen des Projektes „Weitblick Freiwilligendienste aller Generationen“ in unserer Gemeinde, es gibt einen großen Bedarf für ehrenamtlich Tätige ob jünger oder älter in allen erdenklichen Aufgabengebieten des gesellschaftlichen Lebens.
Oder suchen sie die örtlichen Gemeinschaften , die zahlreichen Vereine und Organisationen auf, die ihre Hilfe und Unterstützung dankbar annehmen werden.
Was bürgerschaftlich Engagierte, wie Sie, liebe Ehrengäste tun, das will niemand mehr missen;
Ihr Wirken bereichert das Leben in unserer Gemeinde und dafür sagen wir Ihnen alle gemeinsam sehr herzlich „Dankeschön“
Sie,
sehr verehrte Frau Luise Flitsch,
und Sie meine lieben Vertreterinnen und Vertreter
der Tanzgarden der KG Rot-Weiß Denklingen
und der Tanzgarden der KG Tolle Elf Wildberg,
erhalten heute stellvertretend für viele ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger (nach Abstimmung im Ältestenrat mit den Stv. Bürgermeistern und den Fraktionsvorsitzenden) eine besondere Auszeichnung für Ihr herausragendes Engagement.
Ich beglückwünsche Sie persönlich aber auch im Namen von Rat und Verwaltung der Gemeinde Reichshof sehr herzlich und spreche Ihnen besonderen Dank und große Anerkennung für Ihre besondern Leistungen und Ihr Engagement aus.
Die heutige Auszeichnung kann nur eine kleine Würdigung Ihres Einsatzes sein, aber sie ist auch ein Zeichen nach draußen, um deutlich hervorzuheben, wie überaus wichtig ihr ehrenamtlicher Einsatz für unsere Gesellschaft in der Gemeinde Reichshof ist.
Ich werde nun in einer kleinen Laudatio, das besondere Engagement der zu Ehrenden hervorheben und beginne mit:
Frau Luise Flitsch
Tanzgarden der KG Rot-Weiß Denklingen
Tanzgarden der KG Tolle Elf Wildberg
Rüdiger Gennies
- Bürgermeister -
Ansprechpartner