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Das Eckenhääner Lädchen - Im Februar öffnet der Dorfladen in Eckenhagen

Regional und nachhaltig - Das "Eckenhääner Lädchen"
Ein gemeinnütziger Verein ist Träger des Projektes

Noch werden Regale gebaut, geschliffen und lackiert, wird das Sortiment ergänzt und der Einsatzplan für die ehrenamtlichen Kräfte erstellt: Nach intensiver Vorbereitung freuen sich die Mitglieder des gemeinnützigen Vereines "Eckenhääner Lädchen e.V." auf die Eröffnung ihres gleichnamigen Dorfladens.
Bereits im November 2019 entstand die Idee für das ungewöhnliche Projekt, "regional - unverpackt - sozial" waren die Begriffe, die man hierbei von Anfang an im Sinn hatte. "Es gibt viele, zumeist kleine Erzeuger in der Region, die ökologisch und nachhaltig wirtschaften und denen wir eine Plattform geben wollen", sagt der heutige Vereinsvorsitzende Klaus Breidenbach. "Das spart zum einen lange Transportwege und damit Energie und fördert zum anderen direkt die heimische Wirtschaft." Wichtig ist dem Verein auch der Verzicht auf unnötige Verpackungen. So werden beispielsweise Eier und Pilze, Obst und Gemüse lose, Getreide, Reis oder Nudeln in Schüttbehältern, sogenannten "Bins" angeboten. Der Kunde ist angehalten, eigene und immer wieder benutzbare Behältnisse mitzubringen, die vor und nach der Befüllung gewogen werden. Schließlich soll das Lädchen auch ein Ort der Begegnung und des Austausches sein und damit das soziale Miteinander fördern. "Ist ein Pläuschchen über die Ladentheke nicht genauso viel wert wie ein angemessener Preis?" fragt Breidenbach schmunzelnd. "Da sämtliche Mitarbeit auf ehrenamtlicher Basis geschieht, können wir auch vergleichsweise niedrige Verkaufspreise kalkulieren", ergänzt Mirko Müller, wie Breidenbach im Vorstand des Vereines. "Damit wollen wir Kunden erreichen, die eine hohe und in der Regel Bio-Qualität wünschen, aber auch auf den Preis achten müssen."
Gefördert wird das ehrgeizige Projekt vom LEADER-Programm der EU: Für eineinhalb Jahre werden die Fixkosten zu 65 Prozent übernommen. Das seien gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start, selbst unter den Einschränkungen der Pandemie, sagt Klaus Breidenbach. "Und die massive Unterstützung von ortsansässigen Unternehmen und Handwerksbetrieben, von Volksbank und Gemeinde motiviert uns natürlich zusätzlich", fügt er hinzu. Nach einem kurzen Probelauf für die Vereinsmitglieder begrüßen die "Ladner" alle anderen Kunden ab Dienstag, dem 16. Februar. Vorgesehene Öffnungszeiten sind dann dienstags bis freitags von 9 Uhr bis 12.30 Uhr und 15 Uhr bis 18.30 Uhr sowie samstags noch einmal von 9 Uhr bis 12.30 Uhr. Feste Wochentage, für die man Brot und Milch in frischer Bio-Qualität bestellen kann, wird es zudem geben.
Das Haus in der Reichshofstraße 36 hat im Übrigen eine passende Tradition: 1889 gründete der Kaufmann Carl Hundhausen hier den ersten Laden für sogenannte "Kolonialwaren", sein Urenkel, der jetzige Eigentümer Thomas Hundhausen, führte die Geschäftstätigkeit in vierter Generation bis 2005 fort. Noch immer kann man gerade so den Namen des Gründers auf dem verschieferten Hausgiebel über der Volksbank erkennen. "Damals floss noch der Mähbach unkanalisiert durchs Dorf und über die Brücke hier fuhren wohl nur einige Pferdefuhrwerke", sagt Hundhausen. Mit welchem Gefährt indes der heutige Kunde auch anlandet oder ob er zu Fuß erscheint: Er sollte neben Einkaufskorb und passenden Behältnissen etwas Muße mitbringen, um neben dem Erwerb der Produkte auch dem "Pläuschchen" Zeit zu geben.




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