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Praxisübernahme in Eckenhagen - Dr. med. Hendrik Halfar löst Dr. med. Rüdiger Glase ab

Nun ist es offiziell: Dr. med. Hendrik Halfar erhielt von der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Rhein die Bestätigung, dass er die Landarztpraxis in Eckenhagen von Dr. med. Rüdiger Glase übernehmen kann. Für die vielen Patienten in Eckenhagen und den umliegenden Dörfern ist dies eine Erleichterung.
Bis dahin war es aber ein doch recht langer und aufreibender Weg.


Dr. med. Rüdiger Glase, 72, kam 1984 nach Eckenhagen. „Die Praxis habe ich damals neugegründet und den Patientenstamm erarbeitet. Meine Frau und ich kamen aus der Stadt, aber mittlerweile fühlen wir uns als Oberberger. Unsere Kinder sind hier geboren und es war eine gute Entscheidung, sich hier niederzulassen, beruflich und auch privat“.  
Schon vor einigen Jahren begann die Suche von Dr. Glase nach einem/einer NachfolgerIn, der die Praxis am Rodener Platz in seinem Sinne fortführen würde.
Hendrik Halfar, 32, geboren in Bergisch Gladbach aber aufgewachsen in Eckenhagen, war auf der Suche nach einer Niederlassung. „Der Klinikalltag sagte mir nicht zu. Als Hausarzt hat man eine größere Bandbreite an Patienten und Krankheitsbildern. Die Betreuungszeiten sind länger, statt einem Durchgangsverkehr wie in einer Klinik“. Und der Internist liebt die Natur, zu seinen Hobbys gehört die Jagd und er angelt gerne. Zudem sind seine Kontakte in die Heimat nie abgebrochen, so Halfar. Seine Mutter ist Leiterin der Gesamtschule und viele Freunde aus Jugendtagen leben in der Nähe.
„Als niedergelassener Hausarzt kommen nun neue Aufgaben auf mich zu. Viele meiner Mitstudierenden schreckt das wirtschaftliche Risiko, die Personalverantwortung und der Bürokratismus ab“.
Durch Fördergelder des Landes, der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Rhein und seitens der Gemeinde Reichshof wird der Start aber erleichtert - ein neues Ultraschallgerät ist schon bestellt.
Beide Ärzte sind sich einig, dass die Niederlassungsregeln der KV Nord-Rhein zu formalistisch sind. Dieser Meinung ist auch Bürgermeister Rüdiger Gennies, der die Praxis-Nachfolge in der Gemeinde Reichshof zur Chefsache macht. „Die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger ist eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste Thema eines Bürgermeisters. In Wildbergerhütte klappte es in 2017 mit Mohamed Hasse als Nachfolger der Praxis Stube und 2019 trat das Ehepaar Schelo in Denklingen die Nachfolge von Dr. Edelbroich an.
Es werden leider nicht gemeindescharf die Sitze der KV verteilt, sondern in Fördergebiete eingeteilt. Reichshof gehört neben Gummersbach, Bergneustadt, Wiehl und Marienheide in ein solches Fördergebiet“, so Gennies. „Und die Gefahr bestand, dass der Eckenhagener Sitz abwandern könnte in die Nachbarkommunen“.
Alle Anstrengungen der drei Beteiligten führte nun zum Erfolg und seit 1. Juli 2022 ist somit auch die Versorgung im Eckenhagener Gebiet nachhaltig gesichert.

 



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