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Bau einer Zweifachsporthalle in Denklingen

Auf seiner Sitzung am 9. November im Eckenhääner Huus beschloss der Rat der Gemeinde Reichshof den Ersatzneubau einer Zweifachsporthalle in Denklingen auf dem Gelände des alten, brachliegenden Sportplatzes neben dem Feuerwehrgerätehaus. Die geplanten Kosten von gut 4,5 Millionen Euro sollen zum größten Teil mit Bundesmitteln aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur 2020“ finanziert werden.

Die jetzige Turnhalle in Denklingen weist erhebliche Mängel auf. Sie wurde im Jahr 1964 fertiggestellt und seitdem nicht mehr umfassend saniert. Untersuchungen haben ergeben, dass eine Sanierung des bestehenden Gebäudes aufgrund von Durchfeuchtungen und einer maroden Gebäudetechnik an dem bisherigen Standort im Bitzenweg unwirtschaftlich wäre. Zudem würde die vorhandene Statik nicht ausreichen, um notwendige energetische Maßnahmen durchzuführen. Die Einfachturnhalle soll daher abgerissen werden.

Der Bau-, Planungs-, Verkehrs- und Umweltausschuss beschloss im September, eine neue Zweifachsporthalle zu konzipieren, um eine parallele Nutzung verschiedener Sportvereine bzw. Sportangebote zu ermöglichen. Der Neubau soll durchgängig barrierefrei gestaltet sein und unter Einsatz regenerativer Energien mit einer Kombination aus Solarthermie, einer Luft-Sole-Wärmepumpe zur Beheizung und Photovoltaik nachhaltig konzipiert werden. Angrenzend an die Halle sollen Sportflächen im Außenbereich geschaffen werden, etwa eine Laufbahn, ein multifunktionales Kleinspielfeld und eine Weitsprunganlage. Zusätzlich sei ein Mehrzweckraum zur Nutzung über Sportzwecke hinaus vorgesehen, schilderte Fachbereichsleiterin Sarah Schmidt. So sei beabsichtigt, mit dem Bau der Sporthalle gleichzeitig eine Jugend-, Sport- und Kultureinrichtung für Reichshof und Umgebung zu schaffen.

Bei der Entscheidung des Gemeinderates war Eile geboten. Zwar lief die Antragsfrist für Fördermittel zur Sanierung kommunaler Einrichtungen bereits Ende Oktober ab, wegen Corona hatte die Gemeinde jedoch eine Nachfrist bis zum 13. November bekommen. Der Fördersatz für Kommunen in Haushaltsnotlage beträgt dabei 90 Prozent. Bei einer Investitionssumme von 4 525 772 Euro entspricht das einem kommunalen Eigenanteil von gut 450 000 Euro. Nach Auslauf der Haushaltssicherung zum Ende des Jahres 2020 würde der Fördersatz nur noch bei 45 Prozent liegen, was einem Eigenanteil von knapp 2,5 Millionen Euro entspräche. Bei einer Bewilligung der Fördergelder soll mit der Umsetzung des Projekts schon im nächsten Jahr begonnen werden, der Rohbau könnte ab dem 2. Quartal 2022 erstellt werden.

(mk)



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