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Schwimmbad Wildbergerhütte – worüber wird diskutiert - Stellungnahme der Gemeinde Reichshof

In den sozialen Medien wird derzeit viel über die Zukunft des Schwimmbades in Wildbergerhütte diskutiert.

Die Gemeinde Reichshof möchte hierzu gerne Stellung nehmen und darstellen, welche Themen momentan in Rat und Verwaltung diskutiert werden und was die Hintergründe sind.

Wie allgemein bekannt ist, schießen derzeit die Baupreise - bedingt durch viele Umstände insbesondere den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine durch die Decke.

Schon jetzt ist das Investitionsvolumen im Haushalt der Gemeinde bis ans Limit ausgeschöpft. Um die Zukunft der Gemeinde im Sinne der Generationengerechtigkeit positiv zu gestalten, wurde im Jahr 2017 durch den Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss gefasst, keine weitere Verschuldung (Netto-Neuverschuldung) mehr einzugehen. Daher ist das mögliche Investitionsvolumen grundsätzlich begrenzt.

Hinzu kommt, dass die Gemeinde in vielen weiteren Bereichen – wie zum Beispiel im Energiesektor ein Vielfaches mehr als bisher zahlen müssen wird.

Inhalt der politischen Diskussion ist es nun – letztlich wie in jedem Privathaushalt auch – zu überlegen, was sich die Gemeinde mit Blick auf die Belastung der Bürger in welcher Kostenhöhe und zu welchem Zeitpunkt leisten kann.

Es geht also darum, Maßnahmen zu priorisieren und zu sortieren. Einigkeit herrscht in dem Punkt, dass die dringend erforderlichen Anbauten der Schulen in Denklingen und Hunsheim Vorrang haben müssen.

Weitere Diskussionen werden folgen. Hierbei ist sowohl in der Vergangenheit wie auch aktuell zu keinem Zeitpunkt beschlossen worden, das Schwimmbad in Wildbergerhütte zu schließen.

 
Zum Schwimmbad im Einzelnen:

Im Jahr 2020 wurde eine Förderung des Bundes zur Sanierung des Schwimmbades in Höhe von 2,5 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Der Förderbescheid hierzu erreichte die Gemeinde im November 2021. Die Förderung stellt eine Maximalsumme dar und ist baulich zunächst bis 2024 zu verwenden. Der Eigenanteil der Gemeinde ist deutlich höher und wird durch eine Baukostensteigerung nach heutiger Prognose auf weitere ca. 5 Mio. Euro Eigenanteil steigen. Es ist daher mit einer Baukostensteigerung nach derzeitiger vorläufiger Kostenschätzung von rund 5,6 Mio. Euro auf 7,5 Mio Euro zu rechnen, die letztlich durch die Bürger in Reichshof zu finanzieren sind.

Hierzu müsste eine Finanzierung wie oben beschrieben neben vielen anderen Baumaßnamen an Schulen, Feuerwehr, Straßen und weiteren Förderprojekten im Haushalt dargestellt werden. Gleichzeitig ist die Energiesituation auch für die laufenden Betriebskosten eines zukünftigen Schwimmbades zu bedenken.

Um die Maßnahme umsetzen zu können, beauftragt die Gemeinde fachkundige Planungsbüros. Hierzu ist eine europaweite Ausschreibung erfolgt und der Rat hat in seiner Sitzung am 16.08.22 beschlossen, die Planungsaufträge zunächst bis zur Baugenehmigungsplanung zu vergeben.

Zur Zeit ist das Schwimmbad aufgrund von Reparaturarbeiten zwar gesperrt, der Auftrag ist aber bereits zu Beginn der Sommerferien erteilt worden und soll so schnell wie möglich umgesetzt werden. Es handelt sich hierbei um eine Reparatur am Hubboden.

Inwieweit die Energiekrise durch Vorschriften von Bund oder Land dazu führen wird, dass das Schwimmbad über den Winter den Betrieb einstellen muss, ist abzuwarten.



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