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Weihnachtsgrußwort des Bürgermeisters

Liebe Reichshoferinnen und Reichshofer,
sehr geehrte Leserinnen und Leser,

das Jahr 2020 wird uns in ganz besonderer Erinnerung bleiben.
Infolge der Coronapandemie stehen wir immer noch vor nie dagewesenen Herausforderungen und Situationen.
Unsere Belastbarkeit, unsere Geduld und unsere Zuversicht werden auf eine harte Probe gestellt und erfordern Veränderungen bei unseren Lebensgewohnheiten.

Covid-19-Infektionen und die damit verbundenen Quarantänemaßnahmen  betreffen auch unsere Bevölkerung. Ich wünsche allen Erkrankten eine baldige Genesung und eine gesunde Rückkehr ohne Folgewirkungen aus der Quarantäne in das gesellschaftliche Leben.
Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen, die ein Familienmitglied wegen der Coronapandemie gehen lassen mussten.

In der Arbeitswelt waren viele durch Homeoffice, Kurzarbeit oder den plötzlichen Arbeitsplatzverlust mit einer völlig neuen Situation konfrontiert.
Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kultur- und Sportstätten, sowie Freizeiteinrichtungen wurden geschlossen und unsere Urlaubsreiselust massiv eingeschränkt.

Noch nie zuvor haben wir solch massive  Einschnitte in unserem Leben und in unseren demokratischen Rechten zum Schutz der Gesundheit hinnehmen müssen.

Wir alle müssen begreifen, dass es nicht mehr so weitergehen kann, wie bisher.
Unsere Gewöhnung an Wohlstand, Sicherheit und Frieden ist nicht selbstverständlich, angesichts der vielen Probleme und Krisen.

Die Erschütterungen durch die Coronapandemie verdeutlichen uns, wie schnell sich die gewohnten Bedingungen des täglichen Lebens verändern können.

Aber eines sollte uns beruhigen:
Die Menschheit hat immer wieder Krisen bewältigt, Auswege und Lösungen gefunden.
Wir werden auch dieses Mal Wege finden, aus der Krise herauszukommen.
Wichtig aber ist, dass dies nicht nur durch die hohe Qualität der medizinischen Wissenschaft allein geschieht, sondern auch durch unser Umdenken.

Ich denke dabei an ein Umdenken, dass sich wieder mehr auf Werte beruft, die ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Leben ermöglichen.

Ein Umdenken, das kritisch überprüft, was möglich ist, aber auch was am wenigsten schädlich für Mensch, Tier und Pflanze ist.

Ein Umdenken, das mehr Menschlichkeit zulässt und Sorge um diejenigen, die durch das Wohlstandsnetz fallen.

Vor uns liegt ein neues Jahr und wir wissen noch nicht, was auf uns zukommen wird.
Es ist noch offen, wann die Pandemie überwunden werden kann.
Aber wir alle hoffen auf die baldige Zulassung eines wirksamen
und verträglichen Impfstoffes gegen das gefährliche Virus.

Wir können noch nicht wirklich einschätzen, wie schwerwiegend die Rezession ausfallen wird.
Noch ist nicht klar, wie die stark betroffenen Branchen, wie z.B.: Tourismus und Gastronomie, Kultur und Veranstaltungsmanagement aus der lang anhaltenden Krise kommen werden und wie groß die Ausmaße sind, vor allem auch, wie stark letztlich der Arbeitsmarkt über längere Zeiträume betroffen sein wird.
Und wir wissen auch nicht, welche weiteren Folgen dies alles auf unsere Gesellschaft und für unsere Kinder und Enkel haben wird.
Denn diese werden die hohe Verschuldung, mit der wir uns jetzt über Wasser halten, noch lange schultern müssen.

Was wir in solchen Zeiten am meisten brauchen, das sind Vernunft und Weitsicht.
Wir alle müssen mit Vernunft handeln, das heißt, nicht emotional und überhitzt, sondern rational und dabei alle Konsequenzen im Blick haben. Wir müssen in Ruhe überlegen, wie wir mit den einzelnen Entwicklungen umgehen und mit welchen Maßnahmen wir wieder in eine hoffentlich normalere Zukunft schreiten können.


Liebe Reichshoferinnen und Reichshofer,

genießen Sie die anstehenden Feiertage und den Jahreswechsel im engsten Kreise Ihrer Familien.
Beachten Sie bitte die geltenden Hygieneregeln im eigenen Interesse und zum Schutz Ihrer Angehörigen.

Halten Sie inne und denken Sie bewusst an all diejenigen, die sich Tag für Tag im Jahresverlauf beruflich oder ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinschaft stellen.

Ihnen allen gebührt unser Respekt und unsere Wertschätzung und das ganz besonders in diesen schwierigen Zeiten.
                                             

Für das neue Jahr 2021 sollten wir uns eine Lebensweisheit zu Herzen nehmen:

 „Genieße den Augenblick, denn er ist dein Leben“

Vergeuden wir also nicht unnötig Zeit damit, uns zu viele Sorgen um die Zukunft zu machen und schauen angesichts dessen, was wir schon geschafft haben, mit Zuversicht in das Jahr 2021.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest und einen hoffnungsvollen Übergang ins das neue Jahr 2021 mit viel Glück, Erfolg und einer guten Gesundheit bei all Ihren vielfältigen Aktivitäten.


Herzliche Grüße
Ihr


Rüdiger Gennies
Bürgermeister



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