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Für den Notfall eines Hochwassers („Naturgefahren“) vorsorgen

 Für Menschen, die in der Nähe von größeren Gewässern wohnen, sind Überschwemmungen oftmals kein besonderer Anblick. Kleinere Hochwasser gibt es regelmäßig, beispielsweise zur Schneeschmelze nach dem Winter. Doch es gibt auch die sogenannten "Jahrhunderthochwasser", die bundesweit für Aufsehen sorgen und, wie das Hochwasser im letzten Jahr, lange nicht in Vergessenheit geraten. Ein immer häufiger auftretendes Phänomen ist der örtlich begrenzte Starkregen, der auch fernab großen Gewässern für schwere Überschwemmungen sorgen kann.

Wenn ein Hochwasser angekündigt worden ist, können Sie die aktuellen Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen z. B. über die WarnApp NINA, Rundfunk oder Internet verfolgen.

Auf der Internetseite der Gemeinde finden Sie unter
> Rathaus & Service > Ordnungswesen & Bürgerservice > Katastrophenschutz Informationen zu Hochwasser- und Starkregenereignissen. Sie haben dort auch die Möglichkeit sich Starkregengefahrenkarten online anzuschauen. Diese werden in der nächsten Zeit in einem interkommunalen Projekt noch weiter überarbeitet.
Gleichzeitig wurden alle Eigentümer von gefährdeten Immobilien in bestimmten festgesetzten Gebieten angeschrieben.

Um im Ereignisfall gut vorbereitet zu sein, machen Sie sich frühzeitig Gedanken über:

-    die Versorgung Kranker oder Hilfebedürftiger. Können Sie diese Personen rechtzeitig aus der Gefahrenzone evakuieren und wohin evakuiere ich?
-    die Evakuierung von Haustieren.
-    die Möglichkeiten, sich mit Nachbarn oder anderen zu besprechen, wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen. Sprechen Sie mit Nachbarn auch Not- und Gefahrenzeichen ab.
-    die „Rollenverteilung“ für den Notfall. Wer macht was, wenn eine Überschwemmung eintritt?

Wenn Ihr Gundstück in einem möglichen Gefährdungsbereich für Hochwasser oder Starkregenereignisse liegt oder sogar ein Ereignis angekündigt wurde, das auch Sie betrifft, sollten Sie bereits im Vorfeld handeln:

-    Besorgen Sie zum Schutz Sandsäcke, Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon.
-    Schauen Sie, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien nicht vom Wasser erreicht werden können.
-    Bringen Sie wertvolle Möbel oder Geräte wie Computer etc. in die oberen, hochwassergeschützten Räume.
-    Sichern Sie den Heizöltank gegen den Auftrieb durch das Wasser, indem Sie ihn zum Beispiel an der Wand verankern oder mit Ballast beschweren.
-    Denken Sie auch an Insektenschutzmittel, falls sich nach Rückgang des Hochwassers Mücken und andere Schädlinge im Haus verbreiten.
-    Räumen Sie die Kellerräume, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können, aus.

Wir raten Ihnen zu Vorsorgemaßnahmen, daher prüfen Sie, ob Sie alles Nötige im Haus haben:

-    ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser (Essen und Trinken für 10 Tage, d.h. 2 Liter Flüssigkeit pro Person und Tag und 2.200 kcal pro Person und Tag)
-    ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio
-    eine Taschenlampe
-    einen Campingkocher
-    eine Campingtoilette
-    Halten Sie Ihre Dokumentenmappe bereit. In diese gehören:
o    Familienurkunden
o    Sparbücher, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen
o    Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide
o    Qualifizierungsnachweise: Zeugnisse (Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Nachweise über Zusatzqualifikationen)
o    Verträge, z. B. auch Mietverträge, Leasingverträge etc.
o    Testament, Patientenverfügung und Vollmacht
-    Halten Sie auch Ihr Notgepäck bereit.

Wenn das Wasser steigt, ist es wichtig, dass Sie Ruhe bewahren. Prüfen Sie, ob Ihre Vorsorgemaßnahmen ausreichen. Dazu überprüfen Sie u. a.:
o    die Rückstauklappen im Keller
ABER: Halten Sie sich während des Hochwassers nicht im Keller auf, das ist lebensgefährlich.
o    Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen, dichten Sie diese ggf. zusätzlich ab
o    elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, und schalten diese ab.

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen. Meiden Sie Tiefgaragen, fahren Sie nicht durch überflutete Straßen.

Im Notfall geht Menschenrettung immer der Erhaltung von Sachwerten vor!
Das bedeutet:
Vermeiden Sie unter allen Umständen das Betreten von Räumen/Bereichen, in denen das Hochwasser bereits hineingelaufen ist. Türen lassen sich häufig durch den hohen Wasserdruck nicht mehr öffnen – Sie sitzen in einer lebensbedrohlichen Falle!

Zur weiteren Information plant die Gemeinde Reichshof eine Veranstaltung mit dem HochwasserKompetenzCentrum. Sobald nähere Details bekannt sind, werden diese entsprechend veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Tipps-Notsituationen/Hochwasser/hochwasser_node.html

HochwasserKompetenzCentrum (HKC) e.V.
https://www.hkc-online.de/de



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Ihr Ansprechpartner

Markus Pollmann
Fachbereich: Sicherheit und Ordnung, Personenstandswesen, Bürgerbüro
Rathaus Denklingen
Zimmer: 206
Tel.: 02296 - 801 237
E-Mail: markus.pollmann@reichshof.de

Norbert Schindler
Fachbereich: Tiefbau und Verkehr
Rathaus Denklingen
Zimmer: 252
Tel.: 02296 801122
E-Mail: norbert.schindler@reichshof.de